Software in der
Wirtschaft
In Frankreich nennt man sie libre, in
englischer Sprache heißen sie free und wir nennen sie
kostenlos. Software die als Freeware vertrieben wird kostet den
User keinen Cent. Das hat einerseits damit zu tun, dass diese
Software für den privaten Gebrauch gedacht ist und auf der
anderen Seite ist die Internet Gemeinschaft nicht mehr in jedem
Fall bereit für Dinge zu zahlen, die es auch kostenlos gibt.
Doch was taugt kostenlose Software, wenn sie professionellen
Anforderungen bestehen muss? Stimmt es, dass was nichts kosten
auch nichts wert ist? Und zuletzt: Haben eine Handvoll
Programmierer überhaupt eine Ahnung von Software in der
Wirtschaft?
Zuerst mal sollte mit einem Vorurteil
aufgeräumt werden. Auch Programmierer von Software sind Profis,
egal ob sie es danach als free oder libre anpreisen. Kostenlose
Software ist möglich, weil das Basteln nützlicher Programme für
den Autor viel Prestige bringt und ihm Unterschlupf bei einem
großen Software Unternehmen bringen kann. Aber auch
Unternehmungen geben Programme gratis ab. Ziel soll es sein,
den User erst einmal als Interessent zu gewinnen. Wer Freude am
Umgang mit einem kostenlosen Tool bekommt, wird später auf eine
bezahlte Version umsteigen. Nach einem ähnlichen Prinzip
funktioniert übrigens Shareware, die aber im Gegensatz zu
Freeware nicht völlig kostenlos bleiben wird. Will man das
Programm nach einer gewissen Zeit weiterhin nutzen, kann man
das gegen einen kleinen Obolus. Möchte man lieber kein Geld
ausgeben, funktioniert die Software auch weiterhin, wenngleich
in beschränktem Umfang.
Zurück zur Software, die in der
Wirtschaft eingesetzt wird. Obwohl in Büros in den meisten
Fällen bezahlte Office Anwendungen zum Zuge kommen, kann man
bei vielen jungen Unternehmen feststellen, dass man auf
Alternativen wie Open Office setzt. Die von freiwilligen
Autoren geschriebene und stets verbesserte Büroanwendung hält
punkto Stabilität und Performance locker mit der Konkurrenz mit
– nur kostet sie nichts. Weil auch keine Probleme mit der
Kompatibilität zu anderen Suiten bestehen, ist das Programme
Libre, wie der Franzose sagt, ein Gewinn für die Wirtschaft,
denn besonders bei solchen Nebenkosten kann enorm viel Geld
gespart werden. Auf einem anderen Blatt steht, wie es um die
Sicherheit steht. Viele free Software ist nicht immer so
aktuell, dass sie gegen Angriffe von Außen geschützt ist. Bei
fehlenden Updates und dem Gebrauch von zwar nützlichen, aber
alten Versionen ist deshalb Vorsicht geboten.
Software in der Wirtschaft muss nicht
teuer sein. Auf Open Source basierende Software kann durchaus
mit teuren Anwendungen mithalten. Ob sie libre oder free
genannt wird: in jeden Fall muss geprüft werden, welche
Software Lösung die richtige ist.
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